Allgemeines Strafrecht

Hierzu zählen Delikte der Körperverletzung in verschiedenen Ausführungsformen, des Diebstahls, Raub, räuberischen Erpressung, Betrug, Computerbetrug, Urkundenfälschung, Missbrauch von Ausweispapieren, Unterschlagung, Begünstigung, Hehlerei, Freiheitsberaubung, Geiselnahme, Erschleichen von Leistungen, Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung, Meineid, Falsche Versicherung an Eides Statt, Sachbeschädigung und Brandstiftung.

Bei den meisten der hier relevanten Tatbestände handelt es sich um solche, die grundsätzlich „noch“ eine Geldstrafe nach sich ziehen können. In gewissen besonders schweren oder gefährlichen Fällen beträgt die erhöhte Mindeststrafe z.T. 6 Monaten und liegt damit ausserhalb des Bereichs, in dem man noch nicht vorbestraft ist.

Somit geht es natürlich darum, zu verbüssende Haftstrafen, aber auch Vorstrafen zu vermeiden. Abgesehen von den allgemeinen Strafzumessungsregeln können sog. Strafrahmenverschiebungen von Bedeutung sein, so beispielsweise bei einer gefährlichen Körperverletzung gem. § 224 StGB, die mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten geahndet wird. Ein Täter-Opfer-Ausgleich gem. § 46a StGB ermöglicht oftmals nicht nur eine Bestrafung im „vorstrafenfreien“ Bereich, sondern auch eine Einstellung des Verfahrens gem. § 153a StPO, was im Bundeszentralregister überhaupt keinen Eingang findet.

Bei weiteren Delikten wie Raub, Geiselnahme, Menschenhandel und sonstigen gemeingefährlichen Straftaten wie beispielsweise Brandstiftung steht natürlich zunächst eine Freiheitsstrafe im Raume, oftmals auch con der gesetzlichen Minestandrohung in einem Bereich, in dem eine Bewährung keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Hier sollte man als Verteidiger immer – vorausgestzt, ein Schuldnachweis kann geführt werden – die Schaffung von Milderungsgründen im Auge behalten.